Die Giaf-Hütte stellt sich vor


Die Hütte in kurz

Die Giaf-Hütte, 1400 m, von der CAI-Sektion Forni di Sopra, liegt im Herzen der Naturpark “Dolomiti Friulane“ und ist von Forni di Sopra sehr leicht erreichbar, und zwar auf dem AV-Weg 346 (0,45 Std.). Man parkt am Ende der schmalen Asphaltstraße, die 2 km nach Forni bei dem Weiler Chiandarens von der Bundesstraße Nr. 52 abzweigt.




Die Hütte ist ein solider Bau auf drei Stockwerken. Rundherum gibt es einen kleinen Spielplatz für Kinder und viele rustikale Holztische und –Bänke (insgesamt zirka 80 Sitzplätze im Freien). Im Erdgeschoss befinden sich die Bar, die Küche und einen geräumigen Speisesaal mit 45 Sitzplätzen. Im ersten Stock befinden sich zwei Zimmer mit je 10 Schlafplätzen in Etagenbetten, ein Sechs-Betten-Zimmer, zwei Badezimmer mit warmer Dusche und zwei Toiletten. Im zweiten Stock gibt es ein Schlaflager mit 16 Schlafplätzen in Etagenbetten. Die helle Holzeinrichtung sorgt für eine warme und gemütliche Atmosphäre.




Sehr gut als Wanderziel für Familien geeignet, aber auch als Ausgangspunkt für längere Wanderungen und Bergtouren. Sehr gute friulanische Küche, Weine der Östlichen Hügeln Friauls.

Hüttenwirt Dario Masarotti. Telefon 0039 - 338-7856338

Wie man uns erreichen kann:

Von Forni di Sopra fährt man noch 3 km auf der Bundesstraße 56 zum Passo della Mauria, bis man die kleine Ortschaft Chiandarens erreicht. Von der gut beschilderten Abzweigung fährt man nach links auf einer schmalen Asphaltstraße etwa 800 m in  das Giaf-Tal hinauf. Von dem Parkplatz (1050 m) geht man zu Fuß weiter und überquert die Brücke auf dem Giaf-Bach. Die Schotterstraße ist dem privaten Verkehr geschlossen. Auf der Straße erreicht man die Hütte zu Fuß in zirka 45 Min. Viel angenehmer ist aber der leichte und gut markierte AV-Weg, der bei der ersten Rechtskurve von der Schotterstraße abzweigt und die Hütte in zirka 40 Min. erreicht (AV- Nummer 346).
Sehr angenehme Wanderung auch vom Passo della Mauria, 1298 m, auf dem Weg 341 in 2.30 Std.

Verkehrsanbindungen :

Anfahrt mit PKW: Tauernautobahn über Villach und durch das italienische Kanaltal Autobahn A23 bis Ausfahrt Carnia. Über Tolmezzo in das Tagliamento-Tal bis Forni di Sopra. Man folgt den Wegweisern der SS52 nach Passo della Mauria, 40 km.
Ausgangspunkt auch mit Bus erreichbar.
Aus den Dolomiten: Über Toblach, Kreuzbergpass, Vigo di Cadore an der Piave entlang bis Lorenzago di Cadore. Vom Mauria Pass an der Bundesstrasse 52 in 2 Std. zur Hütte.



Ein wenig Geschichte

1947 eröffnet, gehört die Giaf-Hütte der Gemeinde Forni di Sopra, wird aber von der Alpenverein-Sektion Forni di Sopra verwaltet. Die Hütte liegt auf einem bewaldeten Rücken (Coston di Giaf) oberhalb der alten Giaf-Weide (wo jetzt der Winterbiwak ist). Von hier führen fünf verschiedene gute Wege zu schönen Wanderzielen. Die Umgebung ist von typisch dolomitischen Bergen charakterisiert, mit schlanken Zinnen und kühnen Türmen, sie sich aus den grünen Wäldern an ihren Füssen hervorheben.

Hier existierte einmal eine Alm; schon 1938 begannen die Arbeiten, um sie in eine Berghütte umzustrukturieren. Seele von der Verwandlung war damals der alpine Bergführer Iginio Bianchi Coradazzi mit der Hilfe seiner Frau und seiner Kinder. Viele Freiwillige der Ortschaft Forni di Sopra halfen dabei bei dem Materialientransport, was auch die Errichtung der Votivkapelle zum Andenken von Erminio Cella unterhalb der Hütte ermöglichte.

Die schönsten Wanderungen

Die leichteste und aussichtsreichste Wanderung von der Giaf-Hütte ist bestimmt der sogenannte „Anello di Bianchi“, als Andenken an Iginio Coradazzi "Bianchi", einheimischen Bergführer und Bergsteiger. Sie beschreibt eine weite Runde oberhalb der Hütte, Hh. 300 m., zirka 2,30 Std. für die ganze Runde.


Forca del Cridola
Sehr interessant ist die Wanderung zur Scodavacca-Scharte, 2043 m, auf dem Weg 346 in 2 Std. Von der Scharte Übergang zur Padova-Hütte, bequemer Weg mitten in einer schönen Dolomitenlandschaft. 700 Höhenunterschied, insgesamt 3  Std., leicht.

Ein wenig anspruchsvoller ist der Anstieg von der Scodavacca-Scharte bis zur Tacca del Cridola, m 2290. Wer Lust und Kondition hat, kann von hier zum Cridola-Gipfel steigen (m 2581, Normalweg II Grad).
Als Alternative kann man von der Tacca del Cridola zum Bivacco Vaccari absteigen (m 2050). Von dieser Biwakschachtel kann man auf dem Weg 340 zum Forca del Cridola m 2196 kurz aufsteigen und zur Giaf-Hütte über Cason del Boschet zurückkommen (der letzte Wegabschnitt ist dem „Anello di Bianchi“ gemeinsam).

Die längste und wohl bekannteste Tour ist der spektakulärer Übergang, den die Einheimischen “troi dai sclops, d.h. “Enzianweg” nennen. Der Weg führt über drei hohe Scharten (Urtisiel, Brica e dell’Inferno) durch immer wechselnde alpine Landschaften. Der Höhepunkt ist die Märchenwiese Canpuros , die die Sommerblüten zu einem Traumlandschaft machen. 1000 m Höhenunterschied, 6 Std., leicht.